Spargel und Zuckerrüben im Hessischen Ried

Radfahren

Rundtour ab Bischofsheim über Bauschheim, Nauheim und Königstädten


leicht
Dauer 08:30 h
Länge 33.45 km
Höhenmeter 141 hm
Tiefpunkt 83 m
Hochpunkt 97 m

Hauptstartort: Bischofsheim / S-Bahnhof Bischofsheim EinkehrmöglichkeitFamilientauglichRundweg
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sept
Okt
Nov
Dez

Tourbeschreibung:

Alter Lokschuppen Bischofsheim
Der aus Sandstein gebaute Rundlokschuppen mit Strahlengleisen und 20 Meter Drehscheibe stammt aus dem Jahr 1904. Der Güterbahnhof Bischofsheim gehörte bis 1970 zu den bedeutendsten Güterdrehscheiben in Deutschland. Dort wurden Tag und Nacht große Mengen an Gütern umgeschlagen und weiter transportiert. Der Lokschuppen Bischofsheim ist Bestandteil der Route der Industriekultur Rhein-Main.

Bischofsheim
Bischofsheim ist einer der ganz alten Siedlungsplätze des Gerauer Landes. Auf seiner Gemarkung wurden Bodenfunde gemacht, die eine Besiedlung schon um 2300 v. Chr. vermuten lassen. Römerfunde gab es in großer Zahl. Die eigentliche Ortsgründung erfolgte in fränkischer Zeit. So ist neuerdings eine fränkische Martinskirche für Bischofsheim im 8. Jahrhundert nachgewiesen, wohingegen eine erste urkundliche Erwähnung im Jahre 880 - es handelt sich dabei um die Übereignung eines Hofes an das Mainzer Domkapitel - unter Umständen auch auf eine andere Siedlung gleichen Namens zutreffen könnte.
Seinen Aufschwung im 19. Jahrhundert verdankt Bischofsheim dem Bau der Hessischen Ludwigs-Eisenbahn und der Entwicklung des Bischofsheimer Bahnhofs zu einem wichtigen Verschiebebahnhof im Rhein-Main-Gebiet. Gleichwohl aber ist Bischofsheim lediglich zu einer Arbeiterwohngemeinde herangewachsen, in der die Landwirtschaft stark zurückging, die Industrie jedoch nur zögernd Fuß fasste.

Ahornquartier
Der sanft mäandrierende Weg zwischen duftenden und blühenden Pflanzungen ist Teil des Regionalparkweges und umgibt das angrenzende Wohngebiet mit einem grünen Rahmen. Baumgruppen mit verschiedenen Ahornarten spenden den Bänken Schatten und geben der Grünanlage ihren Namen. Schon im Frühjahr sorgen Krokusse, Narzissen und Hyazinthen für bunte Farbtupfer auf den Rasenflächen.

Unter Maulbeeren und Mispeln
Der Grünzug „Unter Maulbeeren und Mispeln“ verweist mit seinen Baumpflanzungen auf alte, traditionelle Baumsorten unserer Region: die weiße und schwarze Maulbeere und die Mispel. Diese im Mittelalter sehr beliebten Obstbäume säumen den geschwungenen Weg, an welchem Bänke zum Sitzen einladen. Unter den Bäumen blühen Rosen und einheimische Sträucher. Gemeinsam mit dem „Ahornquartier“ bildet dieses Stück des Regionalparkweges ein grünes Band, welches den Ortsrand von Bischofsheim einrahmt.

Rollrasenanbau Erlenhof
Umstellung von Milchvieh auf Rollrasen in 2006, 30 Hektar Rollrasen.

Randzone vom Hessischen Ried
„Die Landwirtschaft prägte das Ried – das Ried prägte die Menschen in der Landwirtschaft, und das waren bis 1950 noch fast alle. Das Ried steht für gemeinsame Natur, Geschichte und Kultur sowie für gemeinsame Wirtschafts- und Tourismusentwicklung“ (aus: Zwischenbericht für Direkt- und Regionalvermarktung in Riedstadt, Institut für ländliche Strukturforschung, 2001).

Landwirtschaftliche Gunstlage in Hessen. Hoher Grundwasserstand und Nähe zum Rhein, früher starke Bewirtschaftungshemmnisse. Nach Jahrzehnten verbesserter Regelung des Wasser- und Nährstoffhaushalts der Auen- und Anmoorböden profitiert die LW heute von der Nähe zum Wasser, z. B. bei der Beregnung und dem milden Klima in der Nähe zu Rheinhessen und Rheingau. Der Strukturwandel der LW war hier stets früher zu beobachten als in den hessischen Mittelgebirgen und findet deshalb heute hier nicht mehr in dem gravierenden Maße statt. Es haben sich bereits größere, lebensfähige Betriebe herausgebildet. Schwerpunkt liegt im Ackerbau und nicht in der Grünlandwirtschaft.

Rüsselsheim-Bauschheim
Bauschheim wurde urkundlich erstmals im Lorscher Reichsurbar um 830 erwähnt, ist aber älter und als Siedlung während der fränkischen Landnahme entstanden. Der allmähliche Niedergang der Landwirtschaft führte zu einer grundlegenden Veränderung der Erwerbsstruktur, weil viele Bewohnerinnen und Bewohner nun ihren Lebensunterhalt in der nahe gelegenen Industrie verdienten. Als Konsequenz der Orientierung nach Rüsselsheim erfolgte 1970 die Eingemeindung Bauschheims mit zu diesem Zeitpunkt rund 2.900 Einwohnerinnen und Einwohner.

Trebur- Astheim
Die Gemeinde Trebur mit den Ortsteilen Hessenaue, Astheim und Geinsheim samt Kornsand hat die niedrigste Arbeitslosenquote im Kreis Groß-Gerau. Charakteristisch für Trebur ist das Miteinander von Landwirtschaft und Gewerbe. Wir haben bedeutende Gewerbebetriebe ansiedeln können. Und wir haben noch 50 Vollerwerbslandwirte sowie 30 Landwirte im Nebenerwerb. Unser Ziel ist, für die Menschen, die bewusst in einer ländlich geprägten Gemeinde leben, Ruhe, Natur und wohnortnahes Arbeiten zu schaffen. Dies führt zu Verkehrsentlastungen und einem hohen Maß an Lebensqualität aufgrund des wohnortnahen Arbeitsplatzes.

Spargelanbau
Der Spargel wurde schon von den Griechen und Römern als Heil- und Gemüsepflanze kultiviert. Anfang des 17. Jahrhunderts entstanden die ersten Anbaugebiete in Deutschland. Der Gemüsespargel braucht lockere, sandige, wasserdurchlässige Böden die sich im Frühjahr schnell erwärmen. Geerntet wird der Stengelspross, er je nach Anbaumethode als weißer oder grüner Spargel in den Handel kommt. Wächst der Spargel in den typischen Erddämmen, erhält er kein Sonnenlicht und bleibt weiß. Außerhalb der Erde wird er grün, da durch die Sonne der Farbstoff Chlorophyll gebildet wird. Die Spargelsaison geht von April bis zum Johannistag, dem 24.Juni. Der auf unseren Märkten angebotene Spargel stammt überwiegend aus heimischem Anbau.

Kartoffelanbau
Die Kartoffel stammt aus den südamerikanischen Anden. Sie wurde von den Spaniern im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht und diente zunächst nur als Zierpflanze. Erst durch Friedrich den Großen begann in der Mitte des 18. Jahrhunderts die landwirtschaftliche Nutzung in Deutschland. Unsere Speisekartoffel gedeiht gut in frostfreien, sandig- lehmigen und wasserdurchlässigen Böden. Von April bis Mai werden die Saatkartoffeln in die Erde gelegt. Nach ca. 5 Monaten können dann die Kartoffeln geerntet werden. Verwendet wird sie als Grundnahrungsmittel, zur Herstellung von Stärke und Alkohol oder als Tierfutter. In der Saison bieten unsere Landwirte auf den Märkten und in den Bauernhöfen verschiedene Kartoffelsorten aus eigenem Anbau an.

Zuckerrübenanbau
Die Zuckerrübe entstand durch Züchtung aus der Runkelrübe. Im Jahr 1747 konnte der Berliner Chemiker Markgraf den hohen Zuckergehalt in der Rübe nachweisen. Durch weitere Züchtungen wurde der Zuckergehalt auf 17-20% erhöht. In der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es bereits zahlreiche Zuckerfabriken in Deutschland (Groß-Gerau: 1883). Der Anbau beginnt mit der Aussaat Mitte März bis Anfang Mai. Die Zuckerrübe braucht gemäßigte Temperaturen, tiefgründige, nährstoffreiche Böden mit guter Wasserversorgung. Geerntet wird von September bis Mitte November. Die in unseren Böden gewachsenen Rübenwurzeln werden in der Zuckerfabrik in Groß-Gerau zu weißem Kristallzucker verarbeitet.

Nauheim
Im Lorscher Codex wird die Gemeinde 851 erstmals urkundlich unter dem Namen "Niewenheim" erwähnt. Die Endung "-heim" lässt auf eine fränkische Gründung schließen. An 1755: In den folgenden Jahren wurde die Gemeinde immer wieder Opfer von Naturkatastrophen, wie großen Überschwemmungen, Erdbeben, Dürren oder Trockenheiten. Ab 1881: Die starke Industrialisierung der Nachbarstädte Rüsselsheim und Mainz brachte vielen Kleinbauern zusätzliche Arbeit; in Nauheim selbst wuchs die Bedeutung des Obst- und Spargelanbaus. 1931 wurde für den gut gehenden Handel mit Obst und Gemüse eine Markthalle errichtet. Nach dem 2. Weltkrieg fanden viele Instrumentenbauer aus dem Sudetenland in der im südlichen Rhein-Main-Gebiet gelegenen Gemeinde eine neue Heimat. So produzierte hier die aus Graslitz stammende Firma Koestler von 1946 bis 1973 Mundharmonikas. Die Stadt ist auch wegen der seit 1970 durchgeführten „Nauheimer Musiktage“ bekannt. Zum 31.12.06: 10.189 Einwohner.

Hegbachsee
Der Hegbachsee entstand zwischen 1962 und 1964 durch die Entnahme von Sand und Kies für den Bau der Autobahn A 67. Seit 1966 wurden der See und seine Umgebung als Naherholungs- und Freizeitgebiet gestaltet. Auf Grund des hohen Eintrages an Nährstoffen durch den Apfelbach und den Hegbach und die damit verbundene Belastung des Seewassers mit Keimen, gilt seit 1978 ein Badeverbot. Dadurch konnte sich die Natur große Teile des Seeufers zurückerobern – ein Prozess, der durch gezielte Anpflanzung von Ufergehölzen und Stauden in den Jahren 1987 und 1988 unterstützt wurde. Vom Ufer aus kann man Graureiher, Kormorane, Gänse, Enten und Schwäne beobachten.

„Sauunter im Blech“

Stockstraße
Die Stockstraße war bereits im frühen Mittelalter ein nachweisbarer Fernweg. Sie führte vom Rhein aus über Trebur, Nauheim, Königstädten, Hassloch und Raunheim und überquerte die Kelster bei Kelsterbach und den Main wohl bei Griesheim in Richtung Wetterau. Die Stockstraße, früher vermutlich mit Stöcken befestigt, statt wie die alten Römerstraßen mit Steinpflaster, vermied Bachübergänge und war hochwasserfrei von Trebur an bis Kelsterbach.

Horlachegraben
Der Horlachegraben stellt den Rest eines ehemaligen Altmainarmes dar. Aufgrund seiner Länge von rund fünf Kilometer und seiner umgebenden Wohnbebauung spielt er eine zentrale Rolle für die Naherholung und übt gleichzeitig wichtige ökologische Funktionen aus. Abschnittsweise wird das Gewässer vom Regionalparkweg begleitet, der die Horlache mit dem Mainuferweg im Norden verbindet.

Ökolandbau
Naturschutzgebiet Schaeppersee
Das Naturschutzgebiet Schaeppersee weist 3,77 ha Fläche auf. Es handelt sich um eine ehemalige Kies- und Sandgrube. Angrenzend verläuft ein ehemaliger und heute verlandeter Altmainarm; die Burggrafenlache. Es entwickelte sich ein interessantes Feuchtbiotop mit zahlreichen feuchtigkeitsliebenden Pflanzen- und Tierarten. Auf Grund dessen wurde das Gebiet 1988 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Alte Opel- Rennbann
Die 1920 eingeweihte Opel- Rennbahn wurde schon bald zum Mekka des deutschen Rennsportes für Automobile, Motorräder und Rennräder. 50000 Zuschauer waren keine Seltenheit. Auf dem 1,5 Kilometer langen Ovalkurs wurden Spitzengeschwindigkeiten bis 140 km/h erreicht. Die Steilkurven der 1949 stillgelegten Strecke sind heute noch ablesbar, obwohl das Gelände weitgehend bewaldet ist. Die alte Opel-Rennbahn ist Bestandteil der Route der Industriekultur Rhein-Main.

Naturschutzgebiet „Wüster Forst“
Der “Wüste Forst“ wurde 1984 zum Naturschutzgebiet erklärt. Das 37 ha große Gebiet ist durch Kiesabbau entstanden. Nach Einstellung der Kiesnutzung im Jahr 1973 überließ man große Teile der natürlichen Sukzession. Dadurch haben sich interessante Sandrasengesellschaften und in den tiefer gelegenen Zonen außergewöhnliche Feuchtgebiete entwickelt.

Ziel: S-Bahnhof Bischofsheim (S 8 und S 9 und weitere Bahnlinien)



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Anfahrtsbeschreibung PKW
Bahnhof Bischofsheim

Anfahrtsbeschreibung ÖPNV
Bahnhof Bischofsheim

Anschrift

Regionalpark Ballungsraum RheinMain gGmbH
Frankfurter Straße 76
65439 Flörsheim am Main
+4961459 363620
info@regionalpark-rheinmain.de



Auftraggeber dieser Tour