FrankenwaldSteigla Im Kohlenwald

Wandern

WALD VERSTEHEN - Schwarzes Gold, über 400 Jahre haben die Kumpel im Haßlachtal nach Steinkohle geschürft und unterhöhlten in Stockheim den Wald bis zu 320 Meter tief ins Erdre


leicht
Dauer 02:20 h
Länge 6,8 km
Höhenmeter 233 hm
Tiefpunkt 379 m
Hochpunkt 471 m

Hauptstartort: Stockheim / ehem. Zeche Katharina, Bergwerksstraße EinkehrmöglichkeitKulturangebotFamilientauglichRundwegGeologische BesonderheitenTourtippZertifizierter Wanderweg
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sept
Okt
Nov
Dez

Tourbeschreibung:

Wald verstehen – Schneisen an Waldhängen, Furten durch Flüsse: Erwandern Sie sich die Kulturlandschaft im Naturpark Frankenwald und lesen Sie die Spuren ihrer Geschichte! Wie lebten und leben die Menschen von und mit dem Wald? Schritt für Schritt wächst das Verstehen: Menschen verändern ihr Umfeld und das Umfeld ändert den Menschen.

Diese kurze Rundtour bei Stockheim führt durch den historischen Kohlenwald, ein Gebiet mit über 400 Jahren Bergbaugeschichte.

Der Weg verläuft durch Wälder und zum Teil über den Geopfad Dachsbau. Unterwegs informieren Tafeln über die Geschichte des Steinkohleabbaus in der Region. Das verlassene Freibad von Neuhaus-Schierschnitz ist ein echter Lost Place und ein spannender Punkt entlang des Weges, genauso wie die ehemalige Siedlung Traindorf, an die heute nur noch eine Infotafel erinnert. Die Querung des ehemaligen „Minengürtels“ nach Thüringen zeugt von der unmittelbaren Nähe der früheren innerdeutschen Grenze. Der sogenannte „Kolonnenweg“ mit seinen markanten Betonlochplatten markiert heute noch erkennbar den früheren Grenzpatrouillenstreifen.

Bergbaugeschichte und innerdeutsche Vergangenheit treffen im Kohlenwald eindrucksvoll aufeinander.

 

Wegbeschreibung

Wir beginnen unseren Weg bei den Informationstafeln am Bergwerk. Wir queren die Bergwerksstraße und gehen über Treppenstufen in den Wald zur „Grube Maximillian Joseph“ mit einer Infotafel und folgen einer ebenen Strecke, bis wir links abbiegen um den Weg bergauf zu gehen. Wenn wir den Anstieg geschafft haben, gehen wir noch ca. 100 Meter geradeaus und zweigen dann nach rechts ab, dort steht die Infotafel zur Ottiliengrube mit dem Kohlenflöz.

Wir laufen weiter bis zur Spitzkehre zur Ausgrabungsstelle „Pechhütte“ und folgen dem Weg nach rechts. Nach etwa 100 Metern biegen wir nach links in den Weg zur Infotafel „Winklerbau“ ab und befinden uns bereits mitten im Waldgebiet Dachsbau. Wir folgen dem Weg und laufen dann nach rechts weiter. Vorbei an eingefallenen Schächten – ACHTUNG! Nicht betreten Lebensgefahr! – bis zur Infotafel „Ochsenbrunnen“. Wenige Meter unterhalb vom Ochsenbrunnen können wir auf der rechten Seite einen Dachsbau sehen.

Auf der Forststraße, die von Stockheim nach Traindorf führt, wenden wir uns nach links zur Infotafel „Schürfgräben“ und halten uns dann rechts. Auf der Anhöhe gehen wir die ganz rechte Forststraße, sie führt uns um den Hausberg der Stockheimer, den 405 Meter hohen „Spitzberg“. Von der Ostseite des Spitzberges können wir zwischen den Bäumen die Häuser von Neukenroth erkennen.

Im Tal kommen wir zu einer Teerstraße, die von Neukenroth nach Traindorf führt. Ihr folgen wir nach links, hier befindet sich ein schöner Aussichtspunkt auf Neukenroth und die Bahnlinie München – Berlin. In der scharfen Kurve der Teerstraße laufen wir geradeaus in die Hohlgasse. Oben angekommen, treffen wir wieder auf die Forststraße und folgen ihr. Am Bienenhaus gehen wir links zur Infotafel „Traindorf“ und folgen dem Weg wenige Meter weiter rechts zur Landesgrenze.

An der Landesgrenze Bayern – Thüringen laufen wir links den Berg hoch, vorbei an einigen alten steinernen Zeugen der Landesgrenze. Nachdem der Weg wieder leichtes Gefälle hat, zweigt er nach rechts ab. Wir überqueren den „Minengürtel“ aus der DDR-Zeit und gelangen bei der Freifläche auf das Areal der Grube Minna. Nach der Schließung 1911 wurden die Grubengebäude zu einem Kindererholungsheim und später als Kaserne der DDR Grenztruppen umgebaut, um dann 1981 endgültig abgerissen zu werden.

Über eine Pflasterstraße gelangen wir bergab und kommen an einem Schwimmbecken aus der Zeit des Kindererholungsheims vorbei. Am Ende der Pflasterstraße gehen wir links und gelangen zu einem Aussichtspunkt auf Neuhaus-Schierschnitz mit Kirche, Schloss und Burg. Wir folgen der Forststraße und gehen an der nächsten Kreuzung links über die kleine Betonbrücke zur Infotafel „Grube Bernhardt“.

Über die Freifläche gelangen wir wieder zur Landesgrenze und über die Forststraße hinweg in den abwärts führenden Waldweg. Die anschließende Teerstraße führt uns vorbei an der Adam-Friedrich-Zeche zum Ausgangspunkt zurück.

Hier bietet sich ein Besuch des Geotops Stockheimer Steinkohle, des Bergbaumagazins und der Kultur- und Begegnungsstätte Rentei an.


Weitere Informationen:
https://fv-bergbau.de


Tipp:

Das Bergbaumagazin ist jeden ersten Sonntag im Monat vn 13 - 17 Uhr geöffnet.



Markierungen




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Anfahrtsbeschreibung PKW
B 85 Kronach Richtung Ludwigsstadt. In Stockheim nach links und der Beschilderung "Ausgangspunkt Wanderbares Deutschland" folgen.

Anfahrtsbeschreibung ÖPNV

Haltestelle Stockheim (Ofr.) Zeche





Tag Max/Min Wind km/h
Heute 20° / 8° 4
Morgen 20° / 11° 6
Donnerstag 15° / 8° 8
Freitag 12° / 6° 8
Samstag 15° / 7° 14
Sonntag 12° / 7° 13


Auftraggeber dieser Tour