Zollbrunner Weg KC 42
Wandern
Zollbrunn, ein Weiler im Kronacher Ortsteil Gehülz und liegt rund 450 m auf der Hochfläche am nördlichen Rand des Theisenorter Waldes.
Beste Jahreszeit
Tourbeschreibung:
Zollbrunn, ein Weiler im Kronacher Ortsteil Gehülz, liegt rund 450 m auf der Hochfläche am nördlichen Rand des Theisenorter Waldes. Die Jahreszahl 1588 auf der Sandsteinüberwölbung des Zollbrunnens zeugt von der einstigen Bedeutung. Bis in die Hälfte des 19. Jahrhunderts war es Zollstation zwischen den Herrschaften derer von Würtzburg (Mitwitz) und derer von Redwitz. Der Zollbrunnen war einst sehr wichtig für die Wasserversorgung von Gehülz und eine Wohltat für Wanderer und Fuhrleute zwischen Rodach- und Steinachgrund. Anlässlich der 400-Jahr-Feier des Zollbrunnens 1988 wurde an Stelle der von Sagen umwobenen, abgegangenen Zolllinde an gleicher Stelle eine Nachfolgerin gepflanzt. Der schöne Rundwanderweg vermittelt natürliche Stille in weiten Wäldern, gleichzeitig auch wunderbare Aussichten. Er verbindet das Wegenetz zum Oberland hin.
Wir beginnen unsere Rundwanderung in Schmölz am Parkplatz gegenüber des Schlosses, das sich mit Bestandteilen aus dem 14. Jahrhundert besonders durch den äußeren Torbau und die Alte Wache auszeichnet. Sehenswert ist ein dreigeschossiger Aufbau von 1586 mit einem rundem Eckturm und einer wehrgangartiger Galerie. Wir wandern aufwärts durch den Ort, verlassen die Hauptstraße geradeaus zum Ortsende. Zuvor laufen wir zusammen mit dem ökologisch-botanischen Lehrpfad auf einem Wirtschaftsweg mit schönen Ausblicken zur Höhe.
Dort biegen wir nach rechts ab und gehen auf der Höhe auf einem Wiesenweg weiter. Wir kommen an einem Kreuz vorbei und erreichen über einen alten Hohlweg abwärts wandernd den malerisch am Berghang gelegenen Ort Theisenort.
Der Ort wird überragt vom Schloss mit der Simultankirche zur Hl. Dreifaltigkeit. Besonders erwähnenswert sind die historischen Grenzsteine im Umfeld und die drei knapp 2 Kilometer entfernten historischen Grabhügel (Am Garnrocken), zu welchen unser Weg später führt. Vom Dorfplatz aus lohnt sich auch ein Abstecher zur Burgschänke, wo sich von der Hohen Warte aus eine weite Aussicht bietet.
Unser Wanderweg führt links die Dorfstraße leicht bergab zunächst zur Schneckengasse. Hier bietet sich der Wanderweg Zollbrunn-Theisenort KC 43 zur Teilung unseres Rundweges an. Wir aber laufen abwärts und nach etwa 200 m nach links zur Gypsmühle am Ortsende. Durch den Holzplatz gehen wir auf einem Waldweg aufwärts zu einer Forststraße, die uns nach rechts beständig aufwärts führt. Erst kurz vor der Höhe biegen wir nach rechts ab zum Waldende. Wenn wir uns kurz nach rechts wenden, erreichen wir einen Feldweg, der uns am Hang entlang mit herrlichen Ausblicken zum Ferienhof Kachelmannsberg führt (Urlaub auf dem Bauernhof, Gestüt).
Hier wenden wir uns nach links aufwärts zum Wald, dort wieder auf einem Waldweg, an der Kapelle der Familie Fiedler vorbei, zur Höhe. Dort empfängt uns ein herrlicher Ausblick auf den Frankenwald. Wir gehen am Waldrand weiter, am alten Forsthaus vorbei zum idyllisch gelegenen Weiler Kuhberg. Das ehemalige Forsthaus und ein weiteres Anwesen liegen auf dem 471 m hohen, mit Wald bedeckten Neuseser Berg.
Wir wandern in gerader Richtung durch den Wald bis zur Straße Zollbrunn-Ziegelerden. Sie führt uns kurz nach links, dann queren wir die aus Kestel kommende Straße kurz vor ihrer Einmündung (Aussicht: Kronach, Frankenwaldhöhen; Linkerhand befinden sich die oben erwähnten Grabhügel). Nun wandern wir auf angenehmen Wegen durch den Wald. Schließlich biegen wir nach links ab und gehen leicht steigend im Wald weiter, bis wir eine Ortsstraße von Gehülz erreichen. Ihr folgen wir links aufwärts zu der kurz vorher von uns verlassenen Straße. Wir laufen nach rechts und dann, die Straße verlassend, geradeaus weiter bis nahe der Zolllinde in Zollbrunn.
Hier bietet sich die Möglichkeit, mit dem KC 43 (Zollbrunn-Theisenort) nach Theisenort zurück zu kehren. Wir aber folgen dem Fahrweg am Waldrand sehr lange geradeaus weiter. Dort, wo der Heunischenburg-Weg nach rechts abbiegt, halten wir uns nach links und begeben uns in ein weitflächiges Waldgebiet. Auf etlichen Wegen, häufig die Richtung ändernd laufen wir durch verschiedene Waldabteilungen auf befestigten und naturnahen Waldwegen sehr lange weiter, bis wir die beiden Anwesen des Weilers Rotberg erreichen.
Hier bieten sich herrliche Ausblicke auf das Umland, auf die Täler der Steinach, Rodach und des Oberen Mains. Noch vor den beiden Anwesen biegen wir scharf links ab und wandern auf einem Hangweg über eine Freifläche hinüber zum Wald und dort den Fahrweg verlassend auf einem schönen Pfad nach rechts leicht aufwärts und dann eben weiter ins Freie mit einem phantastischen Ausblick auf den Kordigast und bis zum Schloß Banz. Auf dem Fahrweg abwärts kommen wir bald zurück nach Schmölz am Südhang des Heidelbergs.
Sehenswert ist der 1250 m² große, von alten Bäumen und Hecken umsäumte Pfarrgarten. Er wurde vom Obst- und Gartenbauverein zur Pflege übernommen und zum Lehrgarten ausgebaut. Ein Besuch darf nicht versäumt werden! Das Kirchdorf mit dem schmucken, in Privatbesitz befindlichen Schloss mit neugotischen Bauformen wurde 1194 als Smoulnce erwähnt. Im Umfeld befinden sich sehenswerte, historische Grenzsteine und neben den 4 Luitpoldlinden auch noch andere Bäume als Naturdenkmale.
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