Steinachtal-Weg

Wandern

Wir laufen die Kulmbacher Straße ortsauswärts und zweigen im nahen Unterweißenbach in der Ortsmitte nach rechts ab und laufen in südwestlicher Richtung an einem einzelnen Anwesen vorbei zum Wald un...


mittel
Helmbrechts
Dauer 06:00 h
Länge 24.4 km
Höhenmeter 413 hm
Tiefpunkt 337 m
Hochpunkt 699 m

Weitere Toureigenschaften
EinkehrmöglichkeitThemenwege

Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sept
Okt
Nov
Dez

Tourbeschreibung:

Wir laufen die Kulmbacher Straße ortsauswärts und zweigen im nahen Unterweißenbach in der Ortsmitte nach rechts ab und laufen in südwestlicher Richtung an einem einzelnen Anwesen vorbei zum Wald und dort weiter bis zur Kreisstraße. Wenn wir nun der Straße kurz nach links folgen, und dann nach rechts in einen Feldweg abbiegen, freuen wir uns über den Blick zum Fichtelgebirge, der vom Kornberg über den Waldstein und den Schneeberg bis zum Ochsenkopf reicht. In der Nähe grüßen die drei Windräder von Marktschorgast. Wir laufen durch schön gestaltete Fluren und schließlich ziemlich lange im Wald, bis wir auf die von Ort kommende Straße stoßen. Von dieser Kreisstraße (2,9 km) aus biegen wir nach rechts in einen Feldweg zum Wald ein. Bald danach bietet sich ein empfehlenswerter Abstecher nach links zum Teich am Quellgebiet der Selbitz mit dem Zulauf des Quellwassers an. Wir aber folgen dem Fahrweg geradeaus und halten uns dann nach rechts. Unser Wanderweg führt nun auf angenehmen Pfaden ziemlich steil aufwärts zum Reusenberg (698 m) und dort auf der Höhe zum Waldstadion von Wüstenselbitz. Das 610 m hoch gelegene Kirchdorf ist vom Reusenberg, Kriegswald und Kamm umgeben. An der Stelle des Dorfteiches wurde von 1891 bis 1901 die Dr.-Martin-Luther-Kirche gebaut. Das Angerdorf wurde 1386 erstmals als Selwicz erwähnt. Wir laufen links abwärts ins Freie und dann nach dem Trainingsplatz nach rechts und am Waldrand entlang. Dann wandern wir bei den verstreut liegenden Häuser von Buckel nach rechts und kommen bald im Wald zu der im Waldeck stehenden, von Hauptwegewart Franz Keil mit Azubis errichteten Schutzhütte des Frankenwaldvereins an der vormaligen Einzel Eng. Es ist die Stätte der 1836 wohl an einer engen Stelle erbauten und 1965 abgerissenen Einzel Eng (1,9 km) zwischen Kriegs- und Kammwald. Eine Ziege und ein kleiner Kartoffelacker konnten schon den Lebensunterhalt des Handwebers sichern. In der Nähe entspringt der Große Rehbach, der vor der Neumühle zur Steinach wird, nachdem er die Wasser des Rauschbachs aufgenommen hat. Der höchstgelegene Quellbach des Großen Rehbaches und damit der Steinach ist der Überlauf der nahen Brunnenstube, die zur Eng gehörte. Meist bequeme, naturbelassene Waldwege führen uns nun weiter durch verschiedenartige Waldabteilungen, bis wir nach dem Waldende ein Wiesental nach links queren, kurz vor den ersten Häusern des idyllisch gelegenen Weilers Kriegsreuth. 1533 stand in Kriegsreuth am Südhang des Kriegswaldes ein Hof. 1836 und 1838 wurden vier Häuser erwähnt, in denen einst Gütler und Handweber wohnten. Im 726 m hoch gelegenen nahen Kriegswald wurden Spuren von Erdschanzen gefunden. Sagen lassen auf kriegerische Auseinandersetzung zur Zeit der Besiedlung in fränkischer Zeit schließen.

Wir gehen auf naturbelassenen Waldwegen weiter, freuen uns über die Durchblicke auf Kriegsreuth, zur Streusiedlung Rappetenreuth (1,6 km) und zur Straße. Die Streusiedlung wird durch das Grenzbächlein zwei Kommunen (Helmbrechts und Grafengehaig) zugeordnet. Früher stießen hier die Herrschaftsgebiete Schauenstein, Guttenberg und Kupferberg zusammen. Wir folgen der Straße kurz nach rechts, um dann auf einen Feldweg nach links abzubiegen. Mit ihm gelangen wir an einer Feldscheune vorbei im Wald aufwärts zu einer kleinen Anhöhe. Dort wandern wir scharf nach links und erreichen durch Wald einen Wiesengrund. Wir biegen auf einem Wiesenweg nach links ab und gleich darauf wieder nach rechts und folgen ihm durch die Flur mit schönen Ausblicken an den Ortsrand des idyllisch gelegenen Dorfes Horbach (E 1,5 km). Wir laufen kurz abwärts und gehen auf der Durchgangsstraße bis zur Kurve, wo wir sie geradeaus verlassen. Der Wanderweg führt uns nun auf einem Feldweg aufwärts. Mit schönen Ausblicken kommen wir zur Höhe und zum Wald. Wir gehen, links haltend, längere Zeit abwärts und queren am Waldrand einen rechts nach Hintererb führenden Waldweg. Wir erreichen geradeaus auf einem schönen Feldweg über die Fluren, links Häuser des Weilers Vordererb, eine Stichstraße. Mit ihr kommen wir nach links zu der idyllisch gelegenen Einzel Weißenstein. Im Jahre 1189 erhielt das Kloster Langheim von Otto II. mit der Pfarrei Marienweiher auch den Weysenstein. Wir gehen auf der Straße weiter zur Vollaufmühle (2,3 km) und damit zum Mühlenweg. Diese Mühle wurde bis 1967 als Getreidemühle und Brotbackstube genutzt. Man weiß nicht, ob die Mühle dem nahe gelegenen Hof den von Vogellauf (Vogelfang) abgeleiteten Namen gab, oder ob es umgekehrt der Fall war. Noch lange nach dem Kriege webte im nahen Weberhäuschen am Waldrand ein Handweber. Wir laufen im Wald lange durch verschiedene, meist mit jungen Fichten bestandene Waldbestände dem Vollaufbach folgend, bis zu der über die nach Grafengehaig führende Straße. Wir überqueren sie geradeaus und überschreiten dann auf einem Steg den Rehbach und das enge Tal des Rehbaches zum Waldrand hinüber. Links aufwärts steht die leider geschlossene Gaststätte (60 Betten) Großrehmühle, die 1683 erstmals als Schneidmühle erwähnt wurde. Ziemlich lange, meist leicht abwärts wandernd, kommen wir im dichten Fichtenwald auf einem angenehmen Waldweg bis kurz vor die Mehlthaumühle Wir sehen aber die am Hang des Rehberges gegenüber liegende vormalige Mühle, wenn wir ohne Markierung kurz geradeaus weitergehen. Wir biegen aber schon am Waldende nach links ab und laufen über eine Wiese zur Höhe empor. Dort gehen wir nach rechts, am Waldrand bergab, kurz nach rechts durch den Wald zur Kleinrehmühle. Die Wanderereinkehr (ehemals zeitweise Wagnerei, Brotbackstube) stellte 1931 den Mahlbetrieb ein. Die Straße abwärts gelangen wir bald wieder im Tal zum Guttenberger Hammer. Die Familie Krumpholz besitzt den einstigen Eisenhammer seit 1799 und stellt heute mit neuzeitlicher Technik Geräte und Werkzeuge für die Forst- und Landwirtschaft her. Auf dem Fahrweg wandern wir nach links, überqueren den Rehbach und kommen an der Hübnersmühle vorbei. Sie ist gegenwärtig (2008) noch das einzige Anwesen im Markt Grafengehaig ohne Stromanschluss) Sie wurde zum Schluss zu nur noch als Schrotmühle betrieben. Der Sägewerksbetrieb wurde bereits 1936 eingestellt. Der bequeme Weg führt zur Straße, der wir vorbei am Pestwurz überwucherten Rauschbachtal zur Neumühle (E/gegenwärtig/2008 geschlossen 7,5 km) folgen. Der Rauschbach mündet drüben in den Rehbach; beide bilden die Steinach. Während der Mühlenweg durch den Hof der Ausflugsgaststätte nach links abzweigt, folgen wir noch kurz der Straße, verlassen sie dann geradeaus und wandern über eine weite, offene Talfläche. Während von der Höhe die Häuser von Wildenstein grüßen, laufen wir auf dem kleinen Damm zur Steinachklamm und gleich auch zum Waffenhammer (0,7 km). Den Untergrund dieses Wegestückes bildet das Gestein des weggesprengten Felsenteiles, der erst vor knapp 100 Jahren die Fortführung des Weges durch dieses einst enge Felsentor ermöglichte. Die Steinach und ihre Quell- und Nebenflüsse trieben ehemals 25 Mühlen an. Es waren Mahl-, Schneid-, Papier- und Pulvermühlen. Eine Sage erzählt die Entstehung der Klamm. Am Fuße des Teufelssteins (594 m) wechseln wir nach dem Waffenhammer, der Heimstätte des Eulenspiegel, mit vielen, den Erzschelm darstellenden Kunstwerken. Im Heimatstübla stellt Richard Seuß viele Zeugnisse längst vergangener Tage aus. Auf einem Steg überqueren wir die Steinach und das Tal zum Waldrand. Wir laufen zunächst eine Weile auf einem naturbelassenen, schmalen Waldweg in einem engen Seitental an einem Bächlein entlang aufwärts. Wir biegen dann nach rechts ab und stoßen bald auf einen Forstweg hoch über der Steinach. Wenn wir Acht geben, erkennen wir von nun an vielleicht beim Laufen eines der so genannten Kupferlöcher, die an die Abbaugebiete von Eisenstein und Kupfer erinnern. Das angenehme Rauschen der Steinach kommt wieder näher, bis wir schließlich, zusammen mit dem Waldlehrpfad (mit Infotafeln), abwärts wandernd ihr mit Erlen gesäumtes Ufer an der Mündung des Engerbaches erreichen. In der offenen Tallandschaft laufen wir weiter zum nahen Parkplatz an der Pechgrabenbrücke, wo man die Talseite hinüber zum Fahrweg wechseln kann. Wir aber laufen am Steinachufer weiterhin das romantische Tal auf dem angenehmen, von Felsen gesäumten Weg abwärts. Wir passieren dabei Stolleneingänge vergangener Bergwerke, Talwiesen und kleine Rinnsale, die aus Seitentälern kommend, der Steinach zueilen. Wir freuen uns auch über den Blick auf den anderen bewaldeten Talhang. Vorwiegend mit Eschen bestandene Auwälder bedecken den Talgrund im weiteren Verlauf unserer Wanderung. In einem weiten Rechtsbogen entfernen wir uns etwas von der Steinach, die uns aber bald wieder bis zum Parkplatz Pegel begleitet, wo wir hinüber zum Fahrweg wechseln und bald die Waldschänke (E 4 km) erreichen. Wir queren das Tal und die Steinach über den Parkplatz des Gasthofes auf einem Steg. Nun gehen wir auf einem naturbelassenen Waldweg leicht bergan und stoßen nach 300 m auf die altehrwürdige Burgruine Nordeck. Mauerreste und der Stumpf eines einst mächtigen Rundturmes erinnern an eine Burg, die 1525 von aufständischen Bauern niedergebrannt wurde. Wir wandern in weitem Rechtsbogen auf einem Waldweg leicht abwärts. Aus dem Talgrund grüßt uns die Steinach und die dem Verfall preisgegebene vormalige Papiermühle. Kurz vor dem Ortsschild stoßen wir wieder auf die Talstraße (0,9 km). Wir kommen bei der Schneidmühle am Hochofen vorbei. Der 1865 eingerichtete Betrieb hat bis heute Bestand. Durch eine Renovierungsmaßnahme 1982 der Fachhochschule Düsseldorf und mit der Unterstützung einheimischer Handwerker konnte ihre Funktion erhalten bleiben. Zu bestimmten Zeiten und Anlässen wird hier noch Holz geschnitten. Weiter auf der Straße, kommen wir auf der rechten Seite zum ehemaligen königlichen Berg- und Hüttenamt. Bis 1846 war der Untere Hammer Bergamt. 1834 wurde der Hochofen ausgeblasen. Wir gehen in der Jahnallee weiter, dann auf einem Gehweg der Steinach entlang über Sportanlagen zu einer Straße und dann wieder am Gewässer entlang nach links bis zu einer Treppe, über die wir aufwärts steigend den Marktplatz der ehemaligen Kreisstadt Stadtsteinach (E 1,9 km) erreichen und damit auch den Endpunkt unseres schönen Wanderweges. Wer noch nicht müde ist, kann mit dem Heckenweg nahtlos bis nach Baumgarten (3,5 km) weiterwandern (und von dort mit den Kulmbacher Wanderwegen weiter bis nach Kulmbach, etwa + 6 km).



Markierungen





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Tag Max/Min Wind km/h
Heute 0° / -4° 13
Morgen 0° / -3° 29
Samstag 3° / 24
Sonntag 5° / 21
Montag 4° / 24
Dienstag 3° / 16


Auftraggeber dieser Tour