Historischer Weg
Wandern
Die Tour bei Maria Burg verbindet stille Waldpfade, Alpenpanoramen, die Wallfahrtskirche St. Coloman und eine erholsame Rast an der Kneippanlage Furtmühle zu einem Naturerlebnis.
Beste Jahreszeit
Tourbeschreibung:
Die kühle Stille des Hangwaldes empfängt den Wanderer bei dieser abwechslungsreichen Rundwanderung, die nur wenige Schritte neben dem Parkplatz an der Wallfahrtskirche Maria Burg bei Tengling beginnt. Diese thront auf den Fundamenten der einstigen Burg und ist von einer alten Bruchsteinmauer umgeben. Der Waldweg beginnt zwischen Kirche und Waldkindergarten und zieht sich unter mächtigen Buchen dahin. Nach etwa 100 Metern biegt der schmale, mit „Historischer Weg“ beschilderte Pfad nach rechts ab. Der wurzelige Steig windet sich erst bergab, dann durch einen schattigen Graben, in dem sich der Igelsbach durch dichtes Grün, Farne und Moospolster schlängelt. Man hält sich rechts, überquert den Bach auf einer schmalen Brücke und steigt anschließend steil durch jungen Nadelwald an.
Am oberen Waldrand, der nach dem kurzen Anstieg erreicht wird, öffnet sich die Landschaft: Der Blick fällt über sanfte Hügel und weite Wiesen des Tenglinger Umlandes. Beim Weitergehen spitzt rechterhand die Zwiebelturmspitze der Kirche Maria Burg durch die Wipfel. Kurz darauf lässt sich zwischen den Feldern der Tachinger See erkennen. Schließlich erreicht man über einen Wirtschaftsweg den Weiler Steineck und schlendert an weitläufigen Wiesen und Weiden an einem großen Nussbaum vorbei auf die Häuser von Weinberg zu. Dort überquert man die Kreisstraße und folgt der Nebenstraße nach Wimpasing. Der Weg steigt sanft an und führt vorbei an einem Bildstock mit Aussichtsbank zu den liebevoll mit Blumen geschmückten Höfen, wie sie für die Gegend so typisch sind.
Am Ende der Siedlung taucht die Route rechts auf einem Feldweg in weite, sattgrüne Wiesenlandschaften ein. An der Kreuzung geht es rechts weiter. Der Blick reicht nun bis in die Chiemgauer, Berchtesgadener und österreichischen Alpen. Der Wanderweg fällt leicht ab, während die Berge am Horizont immer näher rücken. Eine Bank im Baumschatten lädt wieder zum Innehalten ein. Kurz darauf passiert man einen kleinen Spielplatz und folgt der ruhigen Graf-Törring-Straße am Rand der Ortschaft Tengling bergab, hält sich links, überquert die Staatsstraße und biegt kurz darauf bei der mit Rosen umrandeten Ortsinfotafel rechts in eine Seitenstraße ein. Diese führt in den Ortsteil Egart. An der ersten Möglichkeit biegt man erneut rechts ab und lässt die Bebauung kurz darauf hinter sich.
Entlang einer schmalen Nebenstraße wandert man wie auf einem Panoramaweg durch offene Felder, zwischen Kuhweiden und Äckern – stets begleitet vom freien und bilderbuchhaften Blick über den Tachinger See und das weite Alpenpanorama im Hintergrund. Vorbei an mehreren Abzweigungen und einer rechts etwas versteckt hinter Büschen liegenden Aussichtsbank verläuft die Route hoch über dem See zur Wallfahrtskirche St. Coloman. Dieses sehenswerte, kulturhistorische Kleinod beherbergt unter anderem einen spätgotischen Flügelaltar des Laufener Bildhauers Gordian Guckh und kann nach Absprache besichtigt werden. Unvergleichlich ist nicht nur die Kirche selbst, auch der Ausblick von den Rastbänken um die Kirche auf See und Alpenkulisse ist fantastisch.
Von St. Colomann verläuft die Strecke weiter hinab zur Seestraße. Der dortige Fuß- und Radweg führt nach rechts bis zur beschaulich unter Bäumen gelegenen Kneippanlage in Furtmühle am Tenglinger Bach. Mit Holzliege, steinernem Brotzeittisch, Bänken und Panoramatafel ist sie ein idealer Rastplatz mit freier Sicht – unter anderem auf Hochfelln, Gaisberg und Rauschberg.
Weiter entlang des Tenglinger Bachs folgt man dem Fuß- und Radweg in Richtung Ortszentrum. Nahe der Bäckerei Wenig wird die Hauptstraße überquert und die Strecke folgt dem Bach weiter in die Weinbergstraße. Nach dem Hofladen, der sich auch für einen Zwischenstopp anbietet, biegt der Weg links in die Igelsbachstraße ab.
Dort folgt man dem Bach in Richtung Maria Burg, durch eine offene Wiesenlandschaft mit schönem Blick auf die Kirche. Im Ortsteil Burg biegt man rechts ab. Der Maibaum markiert linker Hand die Dorfmitte, rechts gegenüber steigt ein schmaler, etwas versteckter Pfad über Stufen hinauf zur imposanten Kreuzigungsgruppe an. Mit einem letzten, weiten Blick über das Alpenvorland endet die Runde auf dem Parkplatz neben der Kirche.
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